Valentinstag analog recherchiert

13. Februar 2020 | Fast 25 Laufmeter Regalfläche nimmt das sogenannte Archiv der österreichischen Volkskunde ein. Von Leopold Schmidt 1954 gegründet, versammelt es vielfältiges schriftliches und bildliches Material wie Umfragen, Schriftverkehr und Zeitungsausschnitte als Ergänzung der im Museum verwahrten dinglichen Sammlung. Später entstandene Materialkonvolute zu bestimmten Sachthemen werden auch heute noch gerne in dieses Archiv, das alphabetisch nach Schlagworten geordnet ist, eingereiht. So findet sich beispielsweise unter dem Buchstaben „V“ eine von Klaus Beitl angelegte und befüllte Archivbox zum Valentinstag.

Das Blättern durch dieses Material aus dem Zeitraum 1975 bis 1990 ist wie analoges Googeln: Literaturangaben, Exzerpte, Zeitungsausschnitte, kopierte Aufsätze, Werbung – rasch entsteht ein Bild aus Handlungsräumen, Brauchvarianten, Geschäftstätigkeiten und Medienästhetik für ein abgeschlossenes Zeitfenster. Seinerzeit wohl auch als Arbeitsmittel verwendet, um Anfragen rasch zu beantworten oder Stichworte und Inhalte für einen Aufsatz zu liefern, befriedigt es am Valentinstag 2020 ein nostalgisches Schaubedürfnis.

Kurier vom 13. Februar 1988, S. 19
Kronen Zeitung vom 14. Februar 1988, S. 15
Einladungskarte des Einkaufzentrums Generali-Center, 6., Mariahilfer Straße 77, 1992

Innenseite der Einladungskarte des Generali-Centers

Valentine’s Day Greetings, The Times vom 14. Februar 1985, S. 15

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s